Die musikwissenschaftliche Ringvorlesung ist eine zentrale Veranstaltung für die gesamte Hochschule. Sie greift jedes Semester ein anderes übergreifendes und relevantes Thema auf. International renommierte Referent*innen präsentieren in Kooperation mit der Musikwissenschaft und den künstlerischen Abteilungen am Haus Einsichten und Ausblicke: Zum zeitgenössischen Musikleben, zu musikhistorischen Fragestellungen, zu Komponist*innen, zu zentralen Aspekten der Musikgeschichte Europas. Wissenschaft und Kunst treten in einen Dialog, und alle sind eingeladen, die Hochschule als Ort der Wissensvermittlung, als Denkwerkstatt, kennen zu lernen.
Termine
Musik und Theater zählen zu den wichtigsten Säulen unserer Kultur, ihre gesellschaftliche Bedeutung ist immens: Sie ermöglichen einzigartige Erfahrungen, inspirieren zur kritischen Auseinandersetzung und bringen Menschen zusammen – im Publikum ebenso wie auf und hinter der Bühne. Auch institutionell gehören Musik und Theater eng zusammen: Die meisten deutschen Orchester sind an Theatern und
Opernhäusern angesiedelt. Rund ein Drittel der öffentlichen Kulturausgaben
in Deutschland entfällt derzeit auf die Bereiche Theater und Musik, und der Löwenanteil dieser Subventionen geht an die Orchester und Musiktheater. Doch die finanziellen Spielräume werden knapper, und Kultureinrichtungen geraten zunehmend unter Legitimationsdruck. Die Oper war zumeist eine elitäre Kunstsparte von begrenzter sozialer Reichweite. In der Ringvorlesung geht es daher auch um die
Frage, wie ein gesellschaftlich verantwortungsvolles Musiktheater für alle aussehen kann – in der Gegenwart ebenso wie in der Vergangenheit und in der Zukunft.


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