Jeweils im Sommersemester veranstaltet das ZZT eine Themenwoche zu künstlerischen Praktiken und Perspektiven auf gesellschaftliche und soziopolitische Fragestellungen wie Gleichberechtigung, Inklusion und Gemeinschaft. Die Reihe wurde 2024 von Vera Sander initiiert: Die erste Ausgabe widmete sich feministischen Arbeitspraktiken und Fragen des Selbstverständnisses von weiblichen Künstler*innen. 2025 lag der Fokus auf Ableismus und Zugänglichkeit in Tanz und Performance. Die Ausgabe 2026 richtet den Blick auf Gemeinschaft und Widerständigkeit in Tanz und Performance.
April 2026
In Krisenzeiten wird die Frage, wie sich künstlerische Praxis in gesellschaftliche Realitäten einschreibt besonders präsent. Wie verhalten sich dabei Widerstand, körperliches Wissen und künstlerische Praxis zueinander und welche Ressourcen werden genutzt? Wie sind wir, individuell und in der Gruppe, widerständig und was kommt danach?
Die Themenwoche „What’s the Big Deal About Resistance? - Gemeinschaft und Widerständigkeit in Tanz und Performance“ fragt nach Verflechtungen von körperlichen und künstlerischen Praxen mit alltäglichen Lebensbereichen sowie nach Möglichkeiten der Stärkung von Zugehörigkeit und Gemeinschaft. Workshops, Performances, Interventionen und Lectures mit Lehrenden, Studierenden und Gäst*innen laden dazu ein, über Entwürfe des gemeinschaftlichen Lebens, Handelns und Tanzens zu reflektieren.
Mit Thais di Marco, Sahar Damoni, Raphael Moussa Hillebrand, Melih Kirac, Sinjini Chatterjee und anderen
April 2025
Diese Woche lädt dazu ein, sich über Fragen der Zugänglichkeit, des Ableismus und der Vielfalt in den Bereichen Tanz und Performance auszutauschen. Wer hat Zugang zu Bühnen, Publikum und Ausbildung? Wer wird als „fähig“ angesehen, professionell aufzutreten? Und wie gestalten wir alle solche Vorstellungen fortlaufend mit? Vorträge, Workshops, Performance und Interventionen von und mit Gäst*innen, Studierenden und Lehrenden bieten Gelegenheit zu Begegnung und Auseinandersetzung mit diversen Körperlichkeiten und damit Möglichkeiten, gängige Vorstellungen von „der Norm“ zu hinterfragen, zu problematisieren und zu erweitern.
Mit Marc Brew, Tanja Erhart, Raina Hofer, Juli Reinartz, Steven Solbrig, Luke Pell und anderen
April 2024
Die Workshopreihe richtet den Fokus auf die (Lebens- und) Arbeitspraxis von erfolgreichen Künstlerinnen verschiedener Generation und künstlerischer Hintergründe. Die Künstler*innen Nora Amin, Elsa Artmann, Maribeth Diggle, Eva Karczag geben Einblick in ihr Selbstverständnis als Frauen im Berufsfeld und damit verbundenen Strategien und Praktiken in Bezug auf Selbstbehauptung, Resilienz, Erfahrungen mit Gender Bias etc. Während z.B. im Tanzbereich eine weibliche Unterrepräsentanz nicht so stark zu verzeichnen ist wie in der Musik, stehen Tänzer*innen und Choreograf*innen dennoch vor besonderen geschlechtsspezifischen Herausforderungen, um eine erfolgreiche Karriere im Berufsfeld verwirklichen zu können. Eingeladen werden Künstlerinnen aus den Bereichen Tanz und Musik zu Schwerpunktthemen, die sich diesen Herausforderungen aus unterschiedlichen Perspektiven nähern: Unabhängigkeit und Resilienz im Berufsfeld Tanz , Geschlechterrollen und Vielfalt im Kanon der klassischen Musik, Fragen nach kollektiver Komposition und geteilter Autor*innenschaft, Feministische und dekoloniale Perspektiven auf das Tänzer*innen-Sein Diese Reihe ist gefördert aus den Mitteln der Gleichstellung der HfMT Köln.
Mit Nora Amin, Elsa Artmann, Maribeth Diggle und Eva Karczag
