
Unter Mitarbeit von Henning Brauel
BESETZUNG
La Contessa: Sujin Kim, Emelina Medina Martínez
La Duchessa inglese,Besuch der Contessa: Boyoung Lee, Luzia Ostermann
Conte Don Calafrone, ein Landadliger: Paulo Mascari, Hyunjun Yang
Don Platone, ein Landadliger: Jongdoo Back, Kihyun Lee
Don Chisciotte, ein fahrender Ritter: Nicola Di Filippo, Geonmuk Lim
Don Chisciotte, Person der Rahmenhandlung: Alessandro Zazzaretta
Sancio Pansa, Knappe des Don Chisciotte: Jaeyoung Lim, Biran Özgür Sariyer
Sancio Pansa, Person der Rahmenhandlung: Anelio Salvadori
Carmosina, Zofe der Contessa: Stefanie Fischer, Yewon Lee
Cardolella, Gastwirtin: Despina Louka, Seoyoung Jang
Orchester: Studierende der Musikhochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen und Gäste
Aufführungen in Montepulciano: Banda Poliziana (Leitung: Giacomo Valentini)
Wiederaufführungen in NRW: Die Domstädter Köln (Leitung: Thomas Sieger)
Musikalische Leitung: Marco Angius
Regie: Michael Dissmeier
Assistenz der musikalischen Leitung: Mimma Campanale
Bühnenbild: Julius Bach, Franziska Bruns, Laura Goerner, Suna Osankan, Hanna Pakhmutova, Emiliyan Todorov, Anastasiya Trifonenko, Ziqian Zhang
Kostüme: Franziska Bruns, Elina Zaitseva
Unter der Leitung von Lena Newton, Ruth Groß und Hans Diernberger
Künstlerische Koordination: Wayne Götz
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Wenn sich die sieben Kunst- und Musikhochschulen Nordrhein-Westfalens zusammenschließen, um gemeinsam ein internationales Opernprojekt zu realisieren, und dabei mit der italienischen Fondazione Cantiere d‘Arte Montepulciano kooperieren, entsteht weit mehr als eine gewöhnliche Hochschulproduktion. Es ist ein künstlerisches Experiment, das unterschiedliche Disziplinen, Kulturen und Arbeitsweisen miteinander verbindet – und gerade deshalb besondere Herausforderungen mit sich bringt. Musik, Bildende
Kunst und Theater müssen zu einem überzeugenden Gesamtkonzept verschmelzen, verschiedene künstlerische Handschriften aufeinander abgestimmt und organisatorische wie interkulturelle Hürden gemeistert werden. Gelingen kann ein solches Vorhaben nur mit Offenheit, Kreativität, gegenseitigem Vertrauen und einem hohen Maß an Teamarbeit.
Wie erfolgreich dieses Zusammenspiel funktionieren kann, zeigte sich im Sommer bei der 50. Ausgabe des Cantiere Internazionale d‘Arte in Montepulciano. Gemeinsam brachten die Partner Hans Werner Henzes 1976 zur Gründung des Festivals entstandene Bearbeitung der komischen Oper Don Chisciotte della Mancia nach Giovanni Paisiello auf die Bühne – eine Produktion, die den Geist des Festivals ebenso aufgriff wie den europäischen Gedanken der Zusammenarbeit.
Die Neuinszenierung von Regisseur Michael Dissmeier, Professor an der Hochschule für Musik Detmold, wurde im Juli zweimal im historischen Teatro
Poliziano aufgeführt und vom Publikum begeistert aufgenommen. Unter der musikalischen Leitung des italienischen Dirigenten Marco Angius musizierten Studierende der nordrhein-westfälischen Musikhochschulen. Bühnenbild und Kostüme entstanden in enger Zusammenarbeit mit Studierenden der Kunstakademie Düsseldorf unter der Leitung von Lena Newton, Ruth Groß und Hans Diernberger. Die Fondazione Cantiere d‘Arte Montepulciano unterstützte die Umsetzung des Bühnenbilds und stellte mit dem Teatro Poliziano einen außergewöhnlichen Aufführungsort zur Verfügung.
So wurde die Produktion zu weit mehr als einer gelungenen Opernaufführung: Sie steht beispielhaft für das kreative Potenzial internationaler Hochschulkooperationen, den fruchtbaren Austausch zwischen den Kunst- und Musikhochschulen Nordrhein- Westfalens und der Fondazione Cantiere d‘Arte Montepulciano. Von der Qualität der Zusammenarbeit überzeugte sich auch die nordrhein-westfälische Ministerin für Kultur und Wissenschaft, Ina Brandes, die die Premiere am 18. Juli in Montepulciano besuchte.
Nach dem erfolgreichen Festival in Italien kommt die Produktion nun nach Deutschland. Neben einer Aufführung im Theater Gütersloh ist Don Chisciotte della Mancia am 6. November im Konzertsaal an der Hochschule für Musik und Tanz Köln zu erleben.
Ergänzt wird das Programm durch die Vorführung des Dokumentarfilms Hans Werner Henze – Komponist, Kommunist, Dandy von Holger Preuße und Philipp Quiring. Der anlässlich des 100. Geburtstags des Komponisten entstandene Film eröffnet spannende Einblicke in Leben, Werk und Persönlichkeit Henzes. Darüber hinaus zeigt eine begleitende Fotoausstellung Aufnahmen von Klaus Schell, die während der inzwischen 25-jährigen Geschichte der Europäischen Akademie der Künste Montepulciano entstanden sind. Die Akademie wird von den sieben Kunst- und Musikhochschulen Nordrhein-Westfalens getragen und steht seit einem Vierteljahrhundert für den lebendigen europäischen Austausch junger Künstlerinnen und Künstler.
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© Emiliyan Todorov, Klasse Lena Newton, Kunstakademie Düsseldorf
| Dates |
Zu Henzes 100. Geburtstag FR 06.11.2026 / 15:30 Uhr, Foyer der HfMT Köln Ausstellungseröffnung 25 Jahre Europäische Akademie der Künste Montepulciano Fotos: Klaus Schell 16:00 Uhr, Kammermusiksaal der HfMT Köln Filmvorführung: Hans Werner Henze – Komponist, Kommunist, Dandy von Holger Preuße und Philipp Quiring Eintritt frei 19:30 Uhr, Konzertsaal der HfMT Köln Hans-Werner Henze: Don Chisciotte della Mancia Neufassung (1976) der komischen Oper von Giovanni Paisiello und Giovanni Battista Lorenzi aus dem Jahr 1769 |
|---|---|
| Location |
Konzertsaal
Unter Krahnenbäumen 87 50668 Köln |
| Entry |
6.— €
Karten über koelnticket.de und an der Abendkasse. |