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Impactzone 2026

mit Studierenden des Zentrums für Zeitgenössischen Tanz

Programm

„Dead Slow Ahead“
Choreographie:  Annamari Keskinen & Ryan Mason / Thar be Dragons
Tanz: María Arenas Romero, Clara Böhm, Paula Castelli, Nadine Kribbe, Lena Luisa Röthlisberger, Jona Schlotbohm, Kevkev

„Drift“
Choreographie: Rafaele Giovanola
Choreografische Mitarbeit: Alvaro Estaban
Dramaturgie: Rainald Endrass
Tanz: Studierende BA Tanz

Künstlerische Leitung: Prof. Vera Sander


Die Reihe IMPACTZONE, initiiert vom Zentrum für Zeitgenössischen Tanz (ZZT) an der Hochschule für Musik und Tanz Köln (HfMT), präsentiert Choreographien internationaler Künstler*innen, die gemeinsam mit Studierenden des ZZT erarbeitet und zur Aufführung gebracht werden.

Das Zentrum für Zeitgenössischen Tanz hat sich zu einem der renommiertesten akademischen Tanzausbildungszentren und einem wichtigen Knotenpunkt für Tanz und Tanzforschung im deutschsprachigen Raum entwickelt. Es engagiert sich durch lokale, regionale und internationale Kooperationen sowohl aktiv in der Hochschule als auch in der Kunstszene und im gesellschaftlichen Leben. Am ZZT lernen die Studierenden in einem lebendigen und vielfältigen Umfeld und arbeiten mit international renommierten Künstler*innen und Lehrenden.

IMPACTZONE steht für interdisziplinäre Zusammen­arbeit und den Austausch zwischen Künstler*innen. In den Arbeiten der diesjährigen Ausgabe spiegelt sich diese Verbindung künstlerischer und biografischer Hintergründe wider:

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Dead Slow Ahead  ist eine choreografische Untersuchung von Langsamkeit. Der Titel bezieht sich auf den nautischen Befehl, sich mit der minimalen Geschwindigkeit fortzubewegen, die es erlaubt, den Kurs zu halten. Der Körper wird dabei als Maß für Zeitlichkeit verstanden – getragen, gedehnt, gespürt – im Kontrast zu Beschleunigung und Überexponierung. Die Arbeit fragt danach, was lesbar wird, wenn das Tempo reduziert wird: wie verdichtet sich Aufmerksamkeit? Wie verschiebt sich die Wahrnehmung? Und wie kann Fürsorge ohne Eile praktiziert werden? Klar in ihrer Intention und zugleich offen in der Form begreift Dead Slow Ahead  Langsamkeit nicht als Rückzug, sondern als eine neue Art des Steuerns. [falls zu lang, ab hier kürzen]

In der Langsamkeit verdichten sich Details durch den Körper: der Körper wird durch die Zeitlichkeit bewegt und beeinflusst zugleich die Wahrnehmung von Zeit. In der Langsamkeit tritt die zeitliche Textur hervor – Konturen schärfen sich, Schwellen werden sichtbar; der Blick lernt zu warten. Ruhe, Reibung, Zartheit und Zweifel koexistieren, je nachdem, worauf sich die Aufmerksamkeit richtet. Die Arbeit verweilt an der Schnittstelle zwischen dem Blick des Publikums und der erlebten Zeitlichkeit der Performer*innen. Durch klangliche Präsenz und anhaltende Konzentration lädt sie zu einer entschleunigten Erfahrung der Wirklichkeit ein.

Text EN: „Dead Slow Ahead“ is a choreographic inquiry into slowness, titled after the nautical command to move at the minimum speed that still holds a course. It treats the body as a measure of time – carried, stretched, sensed – set against a culture of acceleration and overexposure. The work asks what becomes legible when pace is reduced: how attention thickens, how duration shifts perception, how care might be practiced without haste. Clear in intention yet open in form, Dead Slow Ahead proposes slowness not as retreat but as a way of steering. 

Bodies in slowness gather detail. The body both perceives and broadcasts time. In slowness, temporal texture comes forward—edges sharpen, thresholds appear; the gaze learns to wait. Peace, friction, tenderness, and doubt coexist, depending on where attention lands. This work lingers at the meeting point between an audience’s looking and a performer’s lived duration. Through sonic presence and sustained concentration, it invites an unhurried register of reality. 

 

„Drift“ entfaltet ein Experimentierfeld, in dem die Tänzerinnen und Tänzer permanent von unsichtbaren Kräften herausgefordert werden. Die Körper geraten in ein turbulentes Wechselspiel aus Beschleunigung, Schwanken und plötzlichen Richtungswechseln, als ob der Raum selbst eine besondere Wirkmacht auf sie ausüben würde. Sie verlieren ihre gewohnte Orientierung, suchen neue Achsen, ringen um Stabilität und geben sich zugleich Momenten des Schwebens hin. Die Choreografie erzeugt eine Atmosphäre, in der Kontrolle und Kontrollverlust untrennbar miteinander verwoben sind – ein physisches Ringen mit Kräften, die größer erscheinen als der eigene Wille.

 

Text EN: „Drift“ unfolds an experimental field in which the dancers are continuously challenged by invisible forces. Their bodies are drawn into a turbulent interplay of acceleration, swaying, and abrupt changes of direction, as if the space itself were exerting a particular agency upon them. They lose their habitual orientation, search for new axes, struggle for stability, and at the same time yield to moments of suspension. The choreography creates an atmosphere in which control and loss of control are inextricably intertwined – a physical negotiation with forces that appear greater than individual will.

Datum 24./25. März 2026
jeweils um 19.30 Uhr
Ort Konzertsaal
Unter Krahnenbäumen 87
50668 Köln
Eintritt
6,— €
Karten an der Abendkasse und in Kürze bei kölnticket.de erhältlich. Hochschulangehörige und Fördervereinsmitglieder haben bei vorheriger Reservierung unter reservierungen@hfmt-koeln.de freien Eintritt.
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