
Christoph Willibald Gluck (1714–1787)
Die Hochschule für Musik und Tanz Köln, Standort Wuppertal, präsentiert eine Hochschulproduktion von Orfeo ed Euridice, eine der einflussreichsten Opern des 18. Jahrhunderts.
Die Oper wurde 1762 in Wien uraufgeführt und markiert einen Wendepunkt der Opernreform. Gemeinsam mit dem Librettisten Ranieri de’ Calzabigi wandte sich Gluck gegen die barocke Virtuosenoper und stellte Textverständlichkeit, dramatische Wahrheit und musikalische Klarheit in den Mittelpunkt.
Die musikalische Leitung übernimmt der Studierende Jonathan Hofmann, betreut von Prof. Barbara Rucha. Es musizieren der Kammerchor sowie das Projektorchester der HfMT Köln.
Orfeo ist die handelnde Hauptfigur der Oper. Aus Trauer über den Tod Euridices sucht er sie in der Unterwelt und erhält die Möglichkeit zur Rückkehr unter der Bedingung, sie auf dem Rückweg nicht anzusehen. Sein Handeln steht im Spannungsfeld zwischen emotionalem Impuls und Selbstkontrolle.
Euridice ist eine eigenständig gezeichnete Figur mit klarer dramaturgischer Funktion. Sie reagiert auf Orfeos Schweigen mit Misstrauen und fordert emotionale Zuwendung. Dadurch wird der zentrale Konflikt der Oper zugespitzt.
Die Rolle des Amor eröffnet und schließt die Handlung. Amor formuliert die Regeln des Geschehens und greift ordnend ein. Die Figur steht für eine vermittelnde Perspektive zwischen menschlichem Empfinden und übergeordneter Ordnung.
Orfeo: Kaya Kanno, Klara Hecker, Helena Garbe
Euridice: Christien Berger
Amor: Ina Charlotte Kley, Sarah Pött
Musikalische Leitung: Jonathan Hofmann
Einstudierung: Alexander Puliaev, Dorothea Brandt, Prof. Barbara Rucha
Bühnenkonzept: Dorothea Brandt
Mit Unterstützung des Fördervereins der Musikhochschule in Wuppertal e.V.
Eintritt frei! Um eine Spende wird gebeten.
| Datum |
Weiterer Termin: Samstag, 20.Juni 2026, 19.00 Uhr Operneinführung jeweils um 18.30 Uhr |
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| Ort |
Immanuelskirche
Sternstraße 73 42275 Wuppertal |
| Eintritt |
frei
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