
Viktor Töpelmann, Viola da gamba (Hanß Khögl, Wien 1674)
Mareile Krumbholz, Orgel (Jürgen Ahrend, 2002)
„Es sind also die Himmelsbewegungen nichts anderes als eine fortwährende mehrstimmige Musik“, schrieb 1619 der Astronom Johannes Kepler in seinem Werk Harmonices Mundi Libri V. Da die mathematischen Proportionen der himmlischen Planeten-Bahnen und der irdischen Harmonie übereinstimmen, kann der Mensch „die fortlaufende Dauer der Weltzeit in einem kurzen Teil einer Stunde mit einer kunstvollen Symphonie“ darstellen und so „das Wohlgefallen des göttlichen Werkmeisters an seinen Werken soweit wie möglich nachkosten in dem so lieblichen Wonnegefühl, dass ihm diese Musik in der Nachahmung Gottes bereitet“. Für Kepler spiegelt die musikalische Harmonie transzendentale Prinzipien und so bietet die Musik den Menschen einen Weg und ein Vokabular, sich dem Geheimnis der Welt zu nähern.
Für seine Antritts-Veranstaltung als Professor für Historische Aufführungspraxis an der HfMT Köln verknüpft Viktor Töpelmann Musik des späten 16. & 17. Jahrhunderts von Vittoria Archilei (ca. 1560 – 1645), Ignaz Heinrich Franz von Biber (1644–1704) und Johann Heinrich Schmelzer (ca. 1620–1680) mit historischen Erzählungen und Bildern über die musikalische Harmonie der Welt.
| Datum |
Maikonzerte 2026 18.-20., 22. Mai jeweils um 19.30 Uhr |
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| Ort |
Ursulinenkirche St. Corpus Christi
Machabäerstraße 45 50668 Köln |
| Eintritt |
6,— €
Karten an der Abendkasse und online bei kölnticket (empfohlen). Hochschulangehörige und Fördervereinsmitglieder haben bei vorheriger Reservierung unter reservierungen@hfmt-koeln.de freien Eintritt. |