Menü Menü
 
Unterstützungsangebote für Künstler*innen

Die Ausbreitung des Corona-Virus macht vielen Kulturschaffende das Arbeiten nahezu unmöglich. Für viele freiberufliche Künstler*innen und Musiker*innen bedeutet das eine existentielle Bedrohung. Folgende Unterstützungsmöglichkeiten werden bis dato angeboten. Diese Seite werden wir regelmäßig aktualisieren.

Neuauflage des MKW-Stipendienprogramms für Künstler*innen in NRW

Die gute Nachricht hat sich schon verbreitet: Die Landesregierung bereitet ein neues Stipendienprogramm für Künstler*innen in der Corona-Krise vor. Der stetig fortgesetzte Kultur-Lockdown hat sehr viele von ihnen wirtschaftlich so hart getroffen, dass das Programm dringend notwendig ist. Wir haben auf die Dringlichkeit in Gesprächen mit der Landesregierung und der Landespolitik immer wieder hingewiesen.  Wir haben einen wesentlichen Anteil am Zustandekommen des neuen Programms. Ab April sollen nun 15.000 Stipendien in Höhe von je 6.000 Euro künstlerisches Arbeiten bis September ermöglichen. Anträge können ab dem 12. April bei den Bezirksregierungen gestellt werden. Auch diejenigen, die bereits im vergangenen Jahr ein Stipendium erhielten, sind antragsberechtigt. Das Ministerium versichert uns: das Stipendium ist steuerfrei, es wird nicht auf eine mögliche Grundsicherung und auf die Überbrückungshilfe III (siehe unten) angerechnet. Weitere Informationen zum Programm finden Sie hier.

Wir haben das unbürokratische Antragsverfahren beim Programm von 2020 seinerzeit begrüßt und gehen davon aus, dass es dieses Mal in gleicher Weise ablaufen wird. 90 Millionen Euro sind auch für das Land Nordrhein-Westfalen nicht so nebenbei zu organisieren. Wir danken den Zuständigen in der Landesregierung sowie allen Landespolitikerinnen und -politikern, die sich für dieses Programm eingesetzt haben. Der einzige Unterschied zum Vorjahr ist, dass es sich nicht auf sieben sondern auf sechs Monate bezieht. Sollte die Lage sich bis September nicht gebessert haben, so müssen wir erneut initiativ werden.

Förderung der kulturellen Infrastruktur: NRW investiert in die Zukunft von Spielstätten

Weitere acht Millionen Euro bringt das Ministerium für Kultur und Wissenschaft für Spielstätten, Privat-, Freilicht- und Amateurtheater auf. Mit dem diese Woche vorgestellten Investitions-Förderprogramm möchte es den digitalen Wandel, die Barrierefreiheit und klimafreundliche Technik bei den Spielstätten vorantreiben. Voraussetzung ist, dass die Einrichtungen über eine feste Spielstätte verfügen. Auch dieses Programm begrüßen wir, denn gerade diesen Theatern fehlt in dieser Zeit die finanzielle Rücklage, solche dringend notwendigen Investitionen vorzunehmen. Das Programm zielt dabei nicht auf die Theater in kommunaler und Landes-Trägerschaft. Weitere Informationen finden Sie hier.

Neustarthilfe im Rahmen der Überbrückungshilfe III

Auf Bundesebene sehen wir, dass die lange vorbereitete „Neustarthilfe“ im Rahmen der „Überbrückungshilfe III“ gut angelaufen ist. Wir waren skeptisch, ob die Solo-Selbständigen in Kunst und Kultur wirklich die avisierten 7.500 Euro erreichen könnten. Zu vertrackt erschienen die vorher bekannt gegebenen Förderbedingungen. Doch die ersten Erfahrungsberichte, die uns erreichen, sind positiv. Gerade aus Nordrhein-Westfalen soll das Programm besonders abgefragt werden. Wir beobachten es weiter, denn es ist nicht auszuschließen, dass sich die Tücken erst noch zeigen werden. Viele Fragen vermag die Bundesregierung bereits mit den FAQ zum Programm zu beantworten.

NEUSTART KULTUR des Bundes

Gespannt sind wir auf den 2021er-Zuschnitt von NEUSTART KULTUR. Die Staatsministerin für Kultur und Medien wird im Rahmen dieses Programms eine weitere Milliarde Euro als Hilfen für das Kulturleben bereitstellen. In welchen Teilprogrammen und Designs das geschehen wird, wird nun mit den Fonds und Bundesverbänden verhandelt werden, die sich schon im vergangenen Jahr für NEUSTART KULTUR engagierten. Wir setzen darauf, dass die Bundesverbände und Fonds gute Voraussetzungen mitbringen, die Mittel basisnah und fördereffektiv auszuschreiben. Auch in diesem Programm werden Stipendien ausgeschrieben.

Corona-Webinare für freischaffende Künstler*innen und Kultureinrichtungen

Der Kulturrat NRW bietet seit Anfang März wöchentlich bis zum Sommer 2021 Online-Seminare zu den staatlichen Corona-Hilfsprogrammen an. Unsere Workshops im vergangenen Jahr waren so nachgefragt, dass wir mit Unterstützung des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft NRW jetzt den Weg eines regelmäßigen Angebots gewählt haben. Steuerberater Marcel Stenpass und die Rechtsanwälte Janina Jundt und Prof. Clemens Pustejovsky informieren über aktuelle Programme, aber auch über allgemeine und steuerliche Maßnahmen, die hilfreich zur Bewältigung der Krise sein können. Die Berater*innen gehen auch auf individuelle Fragen ein. Die Termine und Informationen zu den Workshops finden Sie unter hier.

Der Deutsche Musikrat veröffentlicht auf seiner Homepage gebündelt die Hilfsmaßnahmen des

Auf der Homepage des Deutschen Musikrats finden man Informationen zu Hilfen für den Kultur- und Medienbereich nach Sparten gebündelt.

Die Künstlersozialkasse möchte dazu beitragen, die Situation für ihre Versicherten und für die abgabepflichtigen Unternehmen abzufedern, soweit dies im Rahmen ihrer begrenzten Möglichkeiten machbar ist. Auf der Homepage informiert die Künstlersozialklasse Sie über die bis auf weiteres geltenden Regelungen, mit denen sie Zahlungserleichterungen schaffen wollen.

Freischaffende Musiker*innen sind von Konzertabsagen besonders betroffen. Auf der Seite der Deutschen Orchestervereinigung erhalten Sie Hinweise und Empfehlungen.

Die Deutsche Orchester-Stiftung bittet alle Musikfreunde*innen, Hochschullehrer*innen und Laienmusiker*innen um Solidarität für die freiberuflichen Musiker*innen in Deutschland. Helfen Sie mit, dass wir Nothilfe leisten können. Jeder Euro hilft! Die Spendenkampagne der Deutschen Orchester-Stiftung steht unter der Schirmherrschaft von Kulturstaatsministerin Monika Grütters und Kirill Petrenko.

Die GEMA plant ein Nothilfe-Programm in Höhe von 40 Mio. Euro für die Mitglieder der GEMA: Komponisten, Textdichter und Musikverleger, die wegen der Corona-Krise in eine existenzbedrohende wirtschaftliche Notlage geraten, können finanzielle Unterstützung bei der GEMA beantragen. Weitere Informationen zum Antragsverfahren folgen Ende März / Anfang April.

Die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL) zahlt als Notmaßnahme für ihre freiberuflichen berechtigten ausübenden Künstler 250,- Euro für die Ausfälle von Konzerten und Produktionen, damit diese zumindest einen finanziellen Spielraum für das Nötigste haben. Außerdem werden aktuell innerhalb der GVL-Gremien weitergehende Maßnahmen besprochen. Ziel ist es, den Berechtigten der GVL in den kommenden Monaten einen finanziellen Puffer zu verschaffen, damit der Alltag besser bewältigt werden kann.

Diese Online-Petition richtet sich an Bundesfinanzminister Olaf Scholz:

ARD und Deutschlandradio haben sich unter Federführung des Südwestrundfunks (SWR) angesichts der Einnahmeausfälle wegen abgesagter Konzerte der Rundfunkorchester mit dem Deutschen Musikverleger-Verband (DMV) über Soforthilfen für Musikverlage und Urheber*innen verständigt.

Kölner Kulturschaffende bieten Streams (Bands, DJ-Sets, Literatur und Shows) an und verbinden dies mit einem Spendenaufruf. 33% der Einnahmen jedes Streams gehen in einen Solidaritätspakt für die Kölner Clubkultur, die damit Spielstätten und Veranstaltern helfen kann, Arbeitsplätze zu erhalten, Finanzierungslücken zu überbrücken und auch nach der Krise wieder ein kulturelles Angebote zu schaffen. 33% erhält der auftretende Künstler, 33% stehen für die Produktionskosten vor Ort zur Verfügung.

Auf der Seite des Deutschen Musikrates können Sie an einer Online-Umfrage zum Thema "Auswirkungen des COVID-19 Virus auf den Musikbereich" teilnehmen.

Keine Kultur und Unterhaltung in Zeiten von Corona? Das darf nicht sein. Die "WDR Kulturambulanz" hilft denen, die sie machen, und denen, die sie lieben. Hier finden Künstler*innen eine Plattform für ihre Kunst.

  • AIC – Art Initiatives Cologne
    Sammlung von Informationen für Künstler:innen und Kulturveranstalter:innen zu Notfallprogrammen und Regelungen zum Abfedern der Auswirkungen der aktuellen Schließung.