Prof. Margareta Hürholz
Die Gleichstellungskommission berät und unterstützt die Hochschule und die Gleichstellungsbeauftragte in ihrer gleichstellungspolitischen Aufgabe. Insbesondere wirkt die Gleichstellungskommission bei der Entwicklung eines Gleichstellungskonzeptes mit.
Prof. Dr. Annette Kreutziger-Herr
Prof. Vera von Schnitzler (FB 1)
Tel. 0172 2877643
Anke Beyl, Markus Ecker, Prof. Dr. Annette Kreutziger-Herr, Matthias Rein, Jan Paul Reinke, Prof. Josef-Anton Scherer, Prof. Vera von Schnitzler, Beate Weise
Aachen: Dorothee Broichhausen
Wuppertal: Prof. Florence Millet
Anke Beyl
An der Hochschule arbeiten derzeit fünf Personen an einem musikwissenschaftlichen Forschungsprojekt, das dem Bereich den Gender Studies zuzuordnen sind.
Der Titel des Forschungsprojektes lautet „History|Herstory“, und Ziel des Projektes ist es, die musikalischen Leistungen von Männern und Frauen gleichermaßen in den Blick zu nehmen. Um dies tun zu können, gilt es, die Gründe für das Vergessen des komponierenden und musizierenden Handelns von Frauen in der Kulturgeschichte aufzusuchen, innovative Möglichkeiten für eine ausgewogene Musikgeschichtsschreibung zu entwickeln und das musikalische Handeln von Männern im Kulturkontext zu verankern. Scheinbare Selbstverständlichkeiten werden ins Licht geholt, „Naturgegebenes“ wird oft als Konstrukt analysiert und die Einseitigkeit historischen Erinnerns durch Vielfalt und musikalische Dynamik vertieft.
Zu dem Projekt gehören Publikationen – eine Biographienreihe, eine Wissenschaftsreihe „Musik-Kultur-Gender“ (erscheint im Böhlau-Verlag), das Lexikon „Musik und Gender“ (erscheint im Bärenreiter-Verlag) und ein Lesebuch -, Lehrveranstaltungen, eine „Komponistinnensprechstunde“ und die Konzertreihe „History|Herstory“.
Das Projekt kooperiert eng mit anderen Institutionen und Personen wie z.B. dem Forschungszentrum Musik und Gender an der HfMT Hannover, dem Projekt MuGI an der HfM Hamburg, dem Institut für Musik der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg, der Universität der Musik Wien und der kulturwissenschaftlichen Abteilung der McMaster University, Hamilton, Ontario, Kanada.
Informationen hierzu unter kulturwissenschaft(at)mhs-koeln(dot)de oder genderhandbuch(at)mhs-koeln(dot)de.
Die Hochschule für Musik und Tanz Köln bewarb sich mit ihrem Gleichstellungskonzept erfolgreich um die Teilnahme am sogenannten "Professorinnenprogramm". Das von Bund und Ländern im Jahr 2007 gemeinsam beschlossene Programm schafft nachhaltige Gleichstellungsstrukturen in den Hochschulen und erhöht den Anteil von Frauen in Spitzenpositionen des Wissenschaftssystems. Hochschulen mit positiv bewerteten Gleichstellungskonzepten können die Förderung von jeweils bis zu drei Professorinnenstellen für eine Laufzeit von maximal fünf Jahren beantragen.
Unter den positiv bewerteten Hochschulen ist die Hochschule für Musik und Tanz Köln die einzige künstlerische Hochschule in NRW, die den begehrten Zuschlag erhielt. Insgesamt wurden im zweiten call vier Hochschulen in NRW in die Förderung übernommen.
„Im abendländischen Denken gibt es im Grunde zwei Traditionen, die für die Entwicklung des geschlechtlich strukturierten Wissens bedeutsam sind: Die Assoziierung des Männlichen mit dem Göttlichen, dem Geistigen und der Kultur auf der einen Seite, und die des Weiblichen mit der Materie und der Natur auf der anderen Seite. Diese Traditionen wurden im Laufe der Moderne und damit der Säkularisierung nicht verworfen, ganz im Gegenteil: Sie verfestigten sich und wurden an die konkreten Körper von Männern und Frauen gebunden.“ (Prof. Dr. Susanne Bär, Rechtswissenschaften, Humboldt-Universität Berlin 2007)
„Dur ist das handelnde männliche Prinzip, Moll das leidende weibliche.“
(Robert Schumann, 1842)
„Die Überhandnahme der Frauen in der Musikkunst, sowohl im instrumentalen Ausüben wie auch in der Composition datiert seit der Hälfte unseres Jahrhunderts – ich halte dies Überhandnahme auch mit für ein Zeichen des Verfalles unserer Kunst.“
(Anton Rubinstein: Die Musik und ihre Meister. Eine Unterredung, Leipzig 1891)
„Der genaue Wert meiner Musik wird wahrscheinlich erst dann erkannt werden, wenn nichts von mir übriggeblieben ist als geschlechtslose Punkte und Striche auf liniertem Papier.“
(Ethel Smyth, 1920)